🥋 Die schönsten Ausreden im Jiu-Jitsu — und warum wir sie so lieben ❤️🤡

Jeder kennt sie.
Jeder hat sie schon benutzt.
Und jeder weiß genau, was passiert:
Sobald wir verlieren, verwandelt sich unser Gehirn in eine kleine PR-Abteilung, die sofort den Krisenstab einberuft.
„Ruhig bleiben Leute, wir kriegen das schon erklärt.“
Und dann geht es los. 🤝🧠🔥

🤡 Die Klassiker vom Wettkampf – die richtig ehrlichen Ausreden

1. „Ja gut… er hat ja nur Lapel und Sleeves gespielt!“

Klar, Lapel Guard ist böse. Ein illegales Hexenwerk. Absolut unfair.
Er hat Grips gemacht! GRIPS!! 😱
Wie soll man da gewinnen?

2. „Er hat nur Leglocks gemacht!“

Ah ja, die berühmt-berüchtigte nur Leglocks-Kategorie bei Turnieren…
Kommt direkt nach „nur Sneaky Tricks“ und „nur Dinge, die ich nicht mag“. 🦵💥
Wenn du verlierst, zählt’s nicht — Ehrenkodex.

3. „Er hat nur Guard gespielt. Der wollte ja gar nicht aufstehen.“

Ein Skandal.
Ein Guard Player spielt… Guard.
Was kommt als Nächstes?
Ein Wrestler, der einen Takedown macht? 😨

4. „Er hat nur Advantages gemacht. Keine richtigen Punkte.“

Advantages sind offensichtlich die Diet-Version von Punkten.
Zählt nicht, ist wie Light-Cola.
Kann man ignorieren. 🥤

5. „Er hat ja nur Wrestling gemacht.“

Das ist besonders schön, weil es meistens heißt:
„Er hat mich runtergeworfen und ich konnte nichts machen… aber das zählt nicht, weil ich finde, es sollte nicht zählen.“
Wrestling ist unfair, weil es funktioniert. 🧩🤼

🤼 Die Trainings-Klassiker – die Evergreens

6. „Ja gut, der ist ja auch schon ein höherer Gurt.“

Im Training gibt es nur zwei Gurtfarben:
Der ist besser als ich
und
Der ist schwerer als ich.

7. „Der trainiert ja schon viel länger.“

Eine Ausrede, die man nie sagt, wenn man gegen einen Neuling gewinnt.
Komisch, oder? 👀

8. „Ich war lange draußen. Erste Session nach der Pause.“

Ja. Und?
Dein Gegner war vielleicht gestern 12 Stunden im Büro, hat Rückenschmerzen und drei Kinder. 🤣

9. „Ich bin noch ein bisschen verletzt.“

Die universelle Allzweck-Ausrede.
Sie reicht von „mein Tattoo ist frisch“ bis zu „mein linkes Auge fühlt sich komisch an“.

10. „Ich hatte heute einen langen Tag.“

Breaking News:
Alle Menschen haben manchmal lange Tage.
Nur zählt das erst, wenn man verliert.
Wenn man gewinnt, ist der Tag plötzlich ganz okay. 😅

11. „Der ist ja viel schwerer als ich.“

Komischerweise sagt man das nicht, wenn man den Schwereren submitted.
Dann heißt es:
„Massiv dominiert.“ 💪

12. „Ja, ich mach ja keine Wettkämpfe.“

Meint eigentlich:
„Ich möchte bitte nicht, dass du dieses Ergebnis psychologisch falsch einordnest.“
Keine Sorge, niemand ordnet es ein. 😇

13. „Der ist ja aus Brasilien/Amerika, klar ist der gut.“

Man glaubt immer, Besucher aus Übersee haben magisches Jiu-Jitsu-Pulver dabei.
Tun sie nicht.
Die kochen auch mit Wasser. 🌎😄

14. „Ich hab ja nicht ernst gemacht. Wollte was ausprobieren.“

Interessant:
Man probiert immer genau dann etwas aus, wenn man in der Defensive steckt und getappt wird.
Sehr forschungsorientiert. 🧪🧠

🥷 Die Undercover-Ausreden – psychologisch sehr raffinierte Meisterwerke

Diese Dinger sind Gold.
Sie sehen aus wie Komplimente…
…aber sie sind eigentlich zertifizierte Notfall-Ausreden.

15. „Boah, der ist aber auch sehr stark.“

Untertitel:
„Ich bin natürlich nicht schwach – er ist einfach unrealistisch stark.“ 💪😮

16. „Wie schwer bist du eigentlich…?“

Ah, ja.
Das liebe Gewicht.
Der große soziale Notausgang nach Niederlagen.

17. „Wie lange trainierst du schon?“

Eine elegante Art zu sagen:
„Bitte sag eine große Zahl, damit ich mich besser fühle.“

🧠 Warum unser Gehirn das macht – der psychologische Hintergrund

Es ist nicht Schwäche.
Es ist nicht Ego.
Es ist einfach Human Nature.

🔹 1. Selbstwertschutz

Wenn wir verlieren, fühlt sich das an wie ein Kratzer am Selbstbild.
Also poliert das Gehirn sofort nach:
„Es lag nicht an dir — es gab Umstände.“

🔹 2. Kontrollillusion

Wenn der Grund „äußere Faktoren“ sind, fühlt man sich weniger ausgeliefert.
Man denkt:
„Wenn ich wollte, könnte ich es besser machen.“
Ob’s stimmt oder nicht, egal.

🔹 3. Soziale Positionierung

Niemand will im Team wirken wie ein Trottel.
Also sucht man Gründe, die das Ergebnis „einordnen“.

🔹 4. Ego-Schutz im Training

Komischerweise verschwinden viele dieser Ausreden, wenn wir gewinnen.
Dann sind wir plötzlich stark, strategisch brillant und gut vorbereitet. 😄

⚽🥊🎾 Gibt’s das in anderen Sportarten? Oh ja. Aber anders.

Fußball

Dort gibt’s die berühmten:

  • „Die haben nur Beton angerührt.“ (heißt: defensiv gespielt)

  • „Die hatten nur Glück.“

  • „Der Schiri war schuld.“
    Aber niemand sagt:
    „Die haben ja nur am Anfang ein Tor gemacht und danach gestallt.“
    Weil: Ein Tor ist ein Tor. Punkt.

Boxen

Dort hört man:

  • „Er ist nur rumgelaufen.“

  • „Er hat nur gejabbt.“
    Aber am Ende gilt: Treffer sind Treffer.

Tennis

Doch, da gibt’s es wirklich:

  • „Der spielt nur Slice.“

  • „Der macht nur Mondbälle.“

  • „Der serviert nur hart.“
    Komischerweise:
    Es sind immer exakt die Methoden, mit denen man selbst nicht klar kommt.
    Genau wie im Jiu-Jitsu. 😅

🧩 Die Wahrheit: Verloren ist verloren – und nur deshalb lernst du was

Die ehrliche, schöne, unangenehme Wahrheit ist:

👉 Wenn du erklären musst, warum du verloren hast, hast du eigentlich längst verstanden, wo deine Lücke ist.

Und genau das ist gut.
Weil du die Lücke schließen kannst.

Keiner im Gym hat ein Protokollheft und sammelt deine Niederlagen.
Keiner denkt mehr darüber nach als du selbst.
Und jeder weiß aus eigener Erfahrung:
Trainiere die Dinge, die dich ärgern — das sind deine goldenen Baustellen.

❤️ Bonus: Die einzige Antwort, die wirklich Power hat

Nicht:
„Ich hab verloren, weil…“

Sondern:
„Ich hab verloren. Punkt. Und jetzt schau ich mir an, warum.“

Das ist kein Stolz.
Das ist keine Härte.
Das ist einfach Erwachsenen-BJJ.
Das ist die Version von dir, die in einem Jahr jeden auslacht, der dieselben Ausreden bringt. 😉

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