đ„ Von 1.000 bis zum Schwarzgurt â Wie selten es wirklich ist
Wenn man zum ersten Mal auf der Matte steht, denken viele: âCooler Sport â in ein paar Jahren bin ich sicher gut darin.â
Was die meisten nicht wissen: Nur ein winziger Bruchteil aller, die jemals mit Jiu-Jitsu anfangen, bleiben auch wirklich langfristig dabei.
Das ist weder gut noch schlecht â aber es ist wichtig, es zu wissen. Denn wenn man versteht, wie selten dieser Weg ist, versteht man auch, warum jeder einzelne Schritt zĂ€hlt.
đ Der Weg in Zahlen
Um ein GefĂŒhl dafĂŒr zu bekommen, hier ein realistisches Modell:
Wir starten mit 1.000 Menschen, die irgendwann sagen: âIch will mal BJJ ausprobieren.â
Von 1.000 Menschen, die irgendwann einmal mit BJJ in BerĂŒhrung kommen, sieht der Weg bis zum Schwarzgurt ungefĂ€hr so aus:
đ Interessiert sich fĂŒr BJJ: Etwa 1.000 Personen hören irgendwann einmal von Brazilian Jiu-Jitsu oder ĂŒberlegen, es auszuprobieren.
đŁ Probetraining absolviert: Nur rund 200 bis 300 Personen (also ca. 20â30 %) kommen tatsĂ€chlich zu einem ersten Training.
đ„ Melden sich an: Von diesen bleiben etwa 100 bis 150 Personen (ca. 10â15 %) wirklich dabei und unterschreiben eine Mitgliedschaft.
đ” Erreichen den Blue Belt: Nur ungefĂ€hr 80 bis 100 Personen (etwa 8â10 %) schaffen es bis zum ersten Farbgurt.
đŁ Erreichen den Purple Belt: Von den ursprĂŒnglichen 1.000 sind es noch etwa 30 bis 50 Personen (ca. 3â5 %).
đ Erreichen den Brown Belt: Jetzt sind nur noch 10 bis 20 Personen ĂŒbrig (etwa 1â2 %).
â«ïž Erreichen den Black Belt: Schlussendlich bleiben 5 bis 15 Personen (also ca. 0,5â1,5 %) ĂŒbrig, die den Schwarzgurt erreichen.
Diese Zahlen sind keine exakten Statistiken (es gibt keine weltweite Datenbank dafĂŒr), sondern konservative SchĂ€tzungen auf Basis von Erfahrungswerten aus Gyms, BJJ-Communities und Branchenartikeln. Aber sie zeigen deutlich: Der Weg ist steil.
đ Warum so viele aussteigen
Die GrĂŒnde dafĂŒr sind meist keine dramatischen. Kaum jemand hört auf, weil er den Sport plötzlich hasst. Es sind die typischen Dinge des Lebens:
đ Zeitmangel durch Job oder Familie
đ§ Falsche Erwartungen (âIch lerne das in ein paar Monatenâ)
đ©č Verletzungen oder Ăberlastung
đ MotivationseinbrĂŒche nach ersten Fortschritten
Die meisten verschwinden nicht mit einem Knall, sondern langsam â sie kommen seltener, pausieren, hören irgendwann auf.
Und genau deshalb sind Ausdauer und Konsequenz die entscheidenden Faktoren. Nicht Talent. Nicht Athletik. Sondern einfach: nicht aufhören.
đ§ Was das fĂŒr dich bedeutet
Wenn du heute trainierst, und nĂ€chste Woche wiederkommst â dann bist du schon weiter als viele Hundert Menschen, die es nie bis hierher geschafft haben.
Wenn du ein Jahr durchhÀltst, gehörst du zu einer kleinen Minderheit.
Wenn du es bis zum Blue Belt schaffst, bist du bereits Teil der obersten 10 %.
Und wenn du dranbleibst, gehörst du zu einer Elite von unter 2 % aller, die je auf der Matte standen.
Das bedeutet: Du musst kein Supertalent sein, um weit zu kommen.
Du musst nur nicht zu denen gehören, die aufhören.
đĄ Fazit
BJJ ist kein einfacher Weg â und genau das macht ihn wertvoll.
Je weiter du kommst, desto seltener bist du.
Und wer einfach Schritt fĂŒr Schritt weitermacht, landet irgendwann ganz automatisch dort, wo fast niemand mehr ankommt.
đ„ Bleib dran. Denn jeder Trainingstag bringt dich in eine Gruppe, die kleiner, stĂ€rker und entschlossener ist als alle anderen.

